Mut aufbringen, Standards in Frage stellen und Potentiale suchen

Herr Sundermeier, mit welchen Erwartungen treten Sie Ihren neuen Posten als SIKOPLAST-Geschäftsführer an?

SIKOPLAST gibt es seit fast 65 Jahren. Ich sehe hier viele Parallelen zur Firma Bauerrichter Maschinen und Poliersysteme in Ostwestfalen-Lippe, ebenfalls ein alteingesessener Mittelständler, bei dem ich 2004 die Geschäftsführung übernahm. Sicherlich eine andere Branche, aber auch ein Unternehmen mit viel Know-how und internationalem Kundenstamm.

Meine Aufgabe soll es auch bei SIKOPLAST sein, meine langjährige Erfahrung zu nutzen, um die gewachsenen Strukturen und technischen Standards mit modernsten Maschinen- und Anlagenkonzepten in einem digitalen und zukunftsweisenden Umfeld zu steuern. Ich freue mich dabei auf die Unterstützung der erfahrenen SIKOPLAST-Mitarbeiter in Siegburg, setze aber auch voll auf unseren langjährigen Produktionsstandort in Ungarn.

Der Name des Firmengründers steht für den Aufstieg von SIKOPLAST als erstes Unternehmen, das den konischen Schnecken-Extruder baute und weltweit unverzichtbar machte – was verbinden Sie persönlich mit dieser Erfolgsgeschichte?

Aus meiner Erfahrung zeigt der deutsche Maschinenbau immer wieder, wie wichtig es ist, den Mut aufzubringen, Standards in Frage zu stellen und Verbesserungspotentiale zu suchen. Das gilt heute genauso wie vor 65 Jahren, als der konische Schnecken-Extruder von SIKOPLAST die Branche revolutionierte.

Was unterscheidet SIKOPLAST von anderen Mitstreitern in der thermoplastischen Recycling-Branche?

SIKOPLAST ist die erste Adresse für individuelle Kundenanforderungen. Hierbei wollen wir künftig noch schneller und flexibler auf die verschiedensten Herausforderungen reagieren. Kundennähe und Service stehen dabei im Vordergrund.

Wovon profitieren Ihre Kunden sonst noch?

Im nächsten Jahr werden wir schnellstmöglich ein eigenes Technikum installieren, in dem wir die weitreichenden Möglichkeiten im gesamten Recyclingprozess mit unseren Maschinen und Anlagen präsentieren. Neben der Weiterentwicklung unserer Anlagen durch interne Testreihen steht unseren Kunden dann ein technisches Bindeglied zwischen Labor und Produktion für verschiedenste Versuchsreihen zur Verfügung.

Welche Ziele haben Sie mit SIKOPLAST? Woran messen Sie sich?

Ziel ist es, den Namen SIKOPLAST neben den bekannten Stärken weiter am Markt zu etablieren und auszubauen. Dies ist uns dann gelungen, wenn in individuellen Recycling-Prozessen der Name SIKOPLAST an erster Stelle steht – und das weltweit.

Wie wichtig ist ökologische Nachhaltigkeit im produzierenden Mittelstandsgewerbe geworden – besonders bei der Wiederverwertbarkeit von Kunststoffen?

Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ökologie sollten unabhängig von der Branche im gesamten Mittelstand Hauptbestandteil des täglichen Denkens und Handelns sein. Die Möglichkeiten bezüglich der Wiederverwertbarkeit von Kunststoffen sind noch lange nicht ausgeschöpft. Bei SIKOPLAST stellen wir uns mit unseren Maschinen und Anlagen dieser spannenden Herausforderung, um wandelnde Materialien auch künftig zu recyceln und der Wertstoff-Kette wieder nachhaltig hinzufügen zu können.